Wissenswertes

Was bezeichnet man als „Erhöhte Anforderungen“?
Bei erhöhten Anforderungen spielen laut den Fachregeln nicht nur die Unterschreitung
der Regeldachneigung eine Rolle, ob eine Konstruktion, als Unterspannung,
Unterdeckung oder als Unterdach ausgeführt werden muss, sondern zusätzlich noch die
Anforderungen die auf die Dachfläche Einfluss haben:
Konstruktion, Nutzung, klimatische Verhältnisse sowie die örtlichen Bestimmungen.

• Dachneigung
Von einer erhöhten Anforderung ist auszugehen, wenn die Regeldachneigung
unterschritten wird.
Die Regeldachneigung ist abhängig von der Dachziegel- und Dachsteinform sowie
der Deckungsart.
• Konstruktion
Erhöhte Anforderungen aus konstruktiven Besonderheiten sind:
– Stark gegliederte Dachflächen
– Besondere Dachformen
– Große Sparrenlängen
• Nutzung
Die Nutzung des Dachgeschosses, insbesondere zu Wohnzwecken, stellt
sinngemäß zwei weitere erhöhte Anforderungen an die Dachkonstruktion dar.
• Klimatische Verhältnisse
Erhöhte Anforderungen aus klimatischen Verhältnissen können sich ergeben bei:
– Exponierter Lage
– Extremen Standorten
– Schneereichen Gebieten
– Windreichen Gebieten
– Besonderen Windverhältnissen
• Örtliche Bestimmungen
Erhöhte Anforderungen aus örtlichen Bestimmungen können sich aus folgenden
Punkten ergeben:
– Landesbauverordnung
– Bauaufsichtliche Vorschriften
– Städte-, Kreis-, Gemeindeverordnung oder –satzungen
– Auflagen des Denkmalschutzes